Wasser in Zügen und Intercity reinigen und desinfizieren

So desinfizieren Sie das Wasser im Wagen mit biostream® ZERO: Konzentrat ansetzen, Wassertank füllen, einwirken lassen, entleeren. Chlordioxid, der Wirkstoff der Wasserwerke, kommt ohne Silber aus, und die intensive Anwendung bricht auch einen Biofilm an der Tankwand auf.

Belegt: 99,9 % Wirksamkeit gegenüber im Trinkwasser vorkommenden Keimen, ermittelt in 1.620 Einzeltests der Leibniz-Universität Hannover bei 5 Minuten Einwirkzeit. Die Untersuchung im Detail

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Wasser in Zügen/Intercity ist ein Einsatzgebiet von biostream® ZERO, bei dem Wassertank, Leitungen und Boiler eines Schienenfahrzeugs mit Chlordioxid gereinigt und desinfiziert werden.

Kerndaten

Produkt
biostream® ZERO
Dosierstufe
Stufe 1 bis 3, je nach Zustand der Anlage
Regelwerk
Liste nach § 20 TrinkwV (Umweltbundesamt), DVGW-Arbeitsblatt W 291 zur Anlagendesinfektion
Einwirkzeit
je nach Stufe laut Dosieranleitung, auch über Nacht möglich
Seitenstruktur
GEOhybrid-Grounding, technisches Strukturformat, kein Prüfzeichen
Stand

Wie desinfiziere ich das Wasser im Zug oder Intercity?

Sie berechnen die Wassermenge, setzen das Konzentrat an, füllen den Wassertank teilweise, geben das Konzentrat zu, füllen auf, lassen die Lösung einwirken und entleeren den Tank danach vollständig. Die Anleitung gilt für Wassertank, Leitungen und gegebenenfalls Boiler des Wagens.

Die Schritte im Einzelnen

  1. Wassermenge bestimmen. Ermitteln Sie die Gesamtmenge an Wasser in Wassertank, Leitungen und gegebenenfalls Boiler des Wagens. Der Dosierrechner berechnet daraus die benötigte Menge Konzentrat.
  2. Stufe wählen. Stufe 1 folgt der DVGW-Empfehlung bei leichter Verkeimung, Stufe 2 passt bei gutem Zustand von Tank und Leitungen. Bei ungeklärter Wasserqualität, nachgewiesener Verkeimung oder nach längeren Standzeiten wählen Sie Stufe 3, die zweimal durchgeführt wird.
  3. Konzentrat ansetzen. Geben Sie die Feststoffkomponente komplett in die Flüssigkomponente. Nach einer Reaktionszeit von 3 Stunden ist das Desinfektionskonzentrat fertig.
  4. Tank füllen und Konzentrat zugeben. Füllen Sie den Tank zunächst teilweise mit Wasser, geben Sie dann die berechnete Menge Konzentrat hinzu und füllen Sie danach auf. Geben Sie das Konzentrat niemals zuerst in den Tank, damit keine exotherme Reaktion entsteht und sich alles gut vermischt.
  5. Lösung verteilen und einwirken lassen. Öffnen Sie alle vorhandenen Wasserausläufe des Wagens, zum Beispiel im Waschraum, bis die Desinfektionslösung am Auslauf ankommt, und schließen Sie die Hähne. Die Einwirkzeit hängt von der Stufe ab und steht in der Dosieranleitung. Die Lösung darf auch über Nacht einwirken, zum Beispiel während der Abstellung des Wagens.
  6. Entleeren und neu befüllen. Entleeren Sie Tank und Leitungen vollständig und füllen Sie frisches Trinkwasser ein. Eventuelle Produktreste sind laut Dosieranleitung dann so weit verdünnt, dass das Wasser wieder als Trinkwasser verwendet werden kann.

Das Konzentrat: Ansetzen und Haltbarkeit

Durch Zugabe der Feststoffkomponente in die Flüssigkomponente entsteht nach einer Reaktionszeit von nur 3 Stunden das Desinfektionskonzentrat auf Basis von Chlordioxid.

Diese Aktiv-Lösung ist in kühler und dunkler Umgebung im verschlossenen Originalgebinde zwei bis drei Monate haltbar. Danach zerfällt sie zu den Reaktionsprodukten Chlorit und Chlorat. Vor der Aktivierung hält das Produkt rund 3 Jahre, wenn die Feststoffkomponente trocken lagert.

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Was sagen die Regelwerke zu Silber und Wasserstoffperoxid?

Wasserstoffperoxid steht in der Liste des Umweltbundesamtes nach § 20 der Trinkwasserverordnung nur zur Oxidation, nicht zur Desinfektion. Für die Anlagendesinfektion nennt das DVGW-Arbeitsblatt W 291 eine Anwendungskonzentration von 150 mg/l Wasserstoffperoxid gegenüber 6 mg/l Chlordioxid.

Silber ist nach DIN 2001-2 kein Desinfektions-, sondern ein Konservierungsmittel. Die DIN 2001-2 merkt dazu an: „Nur im Ausnahmefall bei Lagerung von Trinkwasser ohne Verbrauch über eine längere Zeitspanne. Die Konservierung ersetzt nicht eine erforderliche Desinfektion von nicht einwandfreiem Trinkwasser.“

Moderner Zug fährt in einen Bahnhof ein: Wasser an Bord reinigen und desinfizieren mit biostream® ZERO

Zug und Intercity: Das gilt für das Wasser an Bord

Wasser im Wagen

Im Wagen steht Wasser in Wassertank, Leitungen und gegebenenfalls Boiler. Es wird nicht gleichmäßig verbraucht: Zwischen zwei Fahrten, über Nacht und bei der Abstellung steht es still. Standzeit und Wärme begünstigen die Wiederverkeimung, und an wasserberührten Oberflächen kann ein Biofilm entstehen.

Totleitungen und selten genutzte Entnahmestellen

Besonders lange steht das Wasser in Totleitungen und an Entnahmestellen, die selten genutzt werden. Die Anleitung oben gilt deshalb für das gesamte wasserführende System des Wagens, also auch für Leitungen und Ausläufe.

biostream® ZERO in Zahlen

Wissenschaftlich untersucht und im Praxiseinsatz bewährt.

Nachgewiesene Wirksamkeit
99,9 %

In 1.620 Einzeltests der Leibniz-Universität Hannover gegenüber trinkwasser­typischen Keimen, bei nur 5 Minuten Einwirkzeit.

Einsatzbereit in
3 Std.

Von der Ansetzung bis zur fertigen, hochwirksamen Desinfektionslösung, ohne aufwendige Anlagentechnik.

Dosierbedarf gegenüber Wasserstoffperoxid
25×

geringer: 6 statt 150 mg/l zur Anlagendesinfektion nach DVGW-Arbeitsblatt W 291. Beleg

Wirksamkeit geprüft. In 1.620 Einzeltests am Institut für Lebensmittelwissenschaft und Ökotrophologie der Leibniz Universität Hannover (Leitung Dr. rer. nat. H.-D. Werlein) wurde für biostream® ZERO eine Wirksamkeit von 99,9 % gegenüber im Trinkwasser vorkommenden Keimen nachgewiesen, bei 5 Minuten Einwirkzeit.

Untersuchung, Methodik und Prüfumfang im Detail ›

Leerer Fahrgastraum eines modernen Zuges mit Sitzreihen und Mittelgang

Entnahmestellen im Wagen: Die Lösung muss überall ankommen

Je nach Bauart hat ein Wagen mehrere Entnahmestellen, zum Beispiel in Waschräumen oder in einer Bordküche. Nicht jede wird täglich genutzt, und wo selten Wasser fließt, steht es in der Leitung.

Stellen Sie vor der Desinfektion fest, welche Entnahmestellen am Wassersystem des Wagens hängen. In Schritt 5 öffnen Sie diese Ausläufe, bis die Lösung ankommt, damit Leitungen und Armaturen mit erfasst werden.

Ihre Vorteile

  • Einsatzbereit innerhalb von nur 3 Stunden
  • Wirksam über den gesamten Trinkwasser-pH-Bereich
  • 25-fach geringerer Dosierbedarf als Wasserstoffperoxid (6 statt 150 mg/l zur Anlagendesinfektion, DVGW-Arbeitsblatt W 291)
  • Hochwirksam gegen Pseudomonas aeruginosa (Pseudomonaden), Escherichia coli (E. coli) & coliforme Bakterien sowie Legionellen (Legionella pneumophila)
  • Kein Silber und kein Kupfer als Wirkstoff
  • Oxidative Wirkung an Zellmembran, Proteinen und Erbgut zugleich, nicht an einem einzelnen Angriffspunkt

Regeln und Normen für Chlordioxid

  • Trinkwasserverordnung, § 20: Chlordioxid steht in der Liste der zulässigen Aufbereitungsstoffe zur Desinfektion
  • DIN EN 12671: vor Ort erzeugtes Chlordioxid zur Aufbereitung von Trinkwasser
  • DVGW W 224: Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser mit Chlordioxid
  • DVGW W 291 und W 551-3: Chlordioxid als bewährte Chemikalie für die Reinigung und Desinfektion von Anlagen
  • Richtlinie Nr. 5 des Arbeitskreises der Küstenländer für Schiffshygiene: Chlordioxid für Trinkwasser an Bord
  • DIN 2001-2: Trinkwasserversorgung aus nicht ortsfesten Anlagen wie Wohnmobil und Boot

Was jede Regel bedeutet ›

Zwei Mitarbeiter in Arbeitskleidung im Betriebswerk vor einem Elektrotriebzug

Betriebswerk und Abstellung: Das Wasser nach der Standzeit

Steht ein Wagen länger still, etwa bei der Abstellung oder in der Werkstatt, steht auch das Wasser in Tank und Leitungen. Nach längeren Standzeiten wählen Sie Stufe 3, die zweimal durchgeführt wird.

Die Einwirkzeit steht in der Dosieranleitung, und die Lösung darf auch über Nacht einwirken. So kann die Einwirkzeit in die Zeit fallen, in der der Wagen ohnehin steht.

Häufige Fragen zum Wasser in Zügen

Wie oft muss ich das Wasser im Zug desinfizieren?

Ein allgemeingültiges Intervall gibt es nicht: Es hängt unter anderem von den Vorgaben des Betreibers, von der Qualität des eingefüllten Wassers, von den Leitungen, vom Alter der Anlage, von Filtern, von der Temperatur und von den Standzeiten ab. Mikrobiologische Untersuchungen zeigen, wann Handlungsbedarf besteht. Mehr dazu in unseren häufigen Fragen.

Woran erkenne ich einen Biofilm im Wassersystem eines Zuges?

Ein schleimiger Belag an der Tankwand oder ein veränderter Geruch des Wassers können auf einen Biofilm hindeuten. Sicherheit gibt nur eine mikrobiologische Untersuchung. Biofilme entstehen an wasserberührten Oberflächen, wenn Wasser, Nährstoffe und Mikroorganismen zusammenkommen, und sie schützen die Keime vor dem Ausspülen. Spülen allein reicht deshalb nicht. Mehr dazu unter Biofilme bekämpfen.

Warum bei Stufe 3 zweimal desinfizieren?

Bei der intensiven Anwendung wird im ersten Durchgang der Biofilm aufgebrochen, und die darunter geschützt lebenden Bakterien können in das Wasser gelangen. Ohne zweiten Durchgang kann es deshalb zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Für den zweiten Durchgang nennt die Dosieranleitung eine kürzere Einwirkzeit.

Was tue ich nach einer Abstellung oder längeren Standzeit?

Nach längeren Standzeiten wählen Sie Stufe 3, die zweimal durchgeführt wird. Die Einwirkzeit steht in der Dosieranleitung, und die Lösung darf auch über Nacht einwirken. Danach entleeren Sie Tank und Leitungen vollständig und füllen frisches Trinkwasser ein.

Reicht Silber, um das Wasser im Zug zu desinfizieren?

Nein. Silber ist laut DIN 2001-2 nur als Konservierungsmittel genannt, nicht als Desinfektionsmittel. Die Norm merkt an, dass die Konservierung eine erforderliche Desinfektion von nicht einwandfreiem Trinkwasser nicht ersetzt.

Chlor oder Chlordioxid für den Wassertank im Zug: Was ist der Unterschied?

Chlordioxid reagiert nicht chlorierend, bildet daher keine Chloramine und keine Trihalogenmethane, und für Chlorit und Chlorat gelten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Den ausführlichen Vergleich finden Sie unter Vorteile von Chlordioxid gegenüber Chlor.

Verändert biostream® ZERO den Geschmack des Wassers?

Nach unserer Vergleichsübersicht verändert Chlordioxid Geschmack und Geruch des Wassers nicht signifikant. Nach der Einwirkzeit wird der Tank außerdem entleert und neu befüllt. Eventuelle Produktreste sind laut Dosieranleitung dann so weit verdünnt, dass das Wasser wieder als Trinkwasser verwendet werden kann.

Wie viel biostream® ZERO brauche ich für meinen Wagen?

Das hängt von der Gesamtmenge an Wasser in Wassertank, Leitungen und gegebenenfalls Boiler des Wagens ab und von der gewählten Stufe. Im Dosierrechner geben Sie die Wassermenge in Litern ein und lesen die benötigte Menge Konzentrat ab.

Was gilt für mehrere Wagen oder eine ganze Flotte?

Rechnen Sie die Wassermenge je Wagen im Dosierrechner aus und addieren Sie die Mengen. Weitere Gebindegrößen bieten wir als Direktlieferung an, vom 25-Liter-Gebinde bis 20.000 Liter (Tankwagen). Fragen zu größeren Mengen beantworten wir telefonisch oder über das Kontaktformular.

Fahrgast trinkt im Zug Wasser aus einer Flasche und schaut aus dem Fenster

Gebinde wählen und direkt bestellen

Berechnen Sie zuerst die Menge, dann wählen Sie das Gebinde: biostream® ZERO gibt es im Shop in 250 ml, 1000 ml und 5 Litern. Preise und Versand stehen beim jeweiligen Produkt. Weitere Gebindegrößen bieten wir als Direktlieferung an, vom 25-Liter-Gebinde bis 20.000 Liter (Tankwagen).

Referenzen der biostream® GmbH (Auszug)

Auf Schiffen und in Schienenfahrzeugen setzen Kunden biostream®-Produkte seit 2001 ein. Zu den Referenzen zählen unter anderem die Reederei NORD Group, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Deutsche Bahn.

Referenzen der biostream® GmbH (Auszug): Deutsche Bahn, Coca-Cola European Partners, Bundeswehr, BRITA, Evonik, Berliner Wasserbetriebe, Reederei NORD Group, Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und weitere

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen. Sämtliche Aussagen zur Wirksamkeit beziehen sich auf die langjährige Erfahrung der biostream® GmbH, auf Angaben aus Fachliteratur, Gesetzen, Regelwerken und auf positive Kundenreferenzen. Materialverträglichkeit gilt bei Einhaltung der empfohlenen Dosiermenge und Einwirkdauer.

Abgrenzung

Wasser in Zügen/Intercity ist ein Einsatzgebiet und kein eigenes Produkt: Verwendet wird biostream® ZERO; Mengen und Einwirkzeiten nennt die Dosieranleitung, nicht diese Seite. Silber ist laut DIN 2001-2 nur als Konservierungsmittel genannt, nicht als Desinfektionsmittel.