Häufige Fragen zur Wasserhygiene in der Zahnarztpraxis
Wie lange muss die Behandlungseinheit morgens gespült werden?
Nach der KRINKO-Empfehlung und dem DAHZ-Hygieneleitfaden zu Beginn des Arbeitstages 2 Minuten, und zwar an allen Entnahmestellen einschließlich des Mundglasfüllers, ohne aufgesetzte Übertragungsinstrumente.
Wie oft muss das Wasser der Behandlungseinheit untersucht werden?
Liegen keine Anhaltspunkte für Mängel vor, hält die KRINKO Abstände von 12 Monaten für sinnvoll. Liegt die Koloniezahl über dem Warnwert von 100 KBE je ml, sieht der DAHZ-Hygieneleitfaden vor, intensiv zu spülen und die Untersuchung zu wiederholen.
Was ist zu tun, wenn die Koloniezahl über 100 KBE je ml liegt?
Der DAHZ-Hygieneleitfaden sieht bei Überschreiten dieses Warnwerts eine Ursachenermittlung vor: intensiv spülen und die Untersuchung wiederholen. Höhere Koloniezahlen sprechen nach der KRINKO für eine ausgedehnte Biofilmbesiedlung. Dann sind intensiveres Spülen vor der Behandlung und gegebenenfalls eine Desinfektion in Abstimmung mit dem Hersteller nötig.
Eignet sich biostream® ZERO für Bottle-Care-Systeme?
Ja. biostream® ZERO lässt sich sowohl über fest verbaute Desinfektionseinheiten als auch über Bottle-Care-Systeme einsetzen. Beachten Sie die Vorgaben des Herstellers Ihrer Behandlungseinheit.
Greift Chlordioxid Instrumente und Leitungen an?
Nach unserer Erfahrung ist durch den optimierten pH-Wert von biostream® ZERO eine Korrosion nahezu ausgeschlossen. Die Materialverträglichkeit mit Ihrer Einheit klären Sie im Zweifel mit deren Hersteller.
Warum reicht Spülen allein nicht?
Biofilme entstehen an wasserberührten Oberflächen und schützen die Keime vor dem Ausspülen. Spülen senkt die Keimzahl im stehenden Wasser, den Biofilm an der Schlauchwand entfernt es nicht. Höhere Koloniezahlen sprechen nach der KRINKO für eine ausgedehnte Biofilmbesiedlung; dann kann eine Desinfektion nötig werden. Mehr dazu unter Biofilme bekämpfen.