Feedback aus der Zahnarztpraxis
Regelmäßig erkundigen sich Zahnärzte bei der biostream® GmbH, wenn Befunde von z. B. Legionellen in den Behandlungseinheiten nachgewiesen wurden, und fragen, wie man diese effektiv bekämpfen kann. Die Behandlungseinheit muss schnellstens desinfiziert werden, damit eine Betriebsunterbrechung vermieden werden kann. Leider bringt die Unterstützung durch die Dentaldepots oftmals nicht die erwartete Lösung, weil dort nicht das Verständnis und Wissen zum Thema „Desinfektion von Trinkwasser in Behandlungseinheiten“ vorhanden ist. Bei genauerem Hinsehen werden z. B. Wasserstoffperoxid-Lösungen empfohlen, die laut aktueller Trinkwasserverordnung gar nicht als Desinfektionsmittel genannt werden.
Unsere Zusammenarbeit mit Zahnärzten hat gezeigt, dass es im Bereich der Desinfektion von Behandlungseinheiten zahlreiche Probleme gibt. Nachfolgend berichten wir von einem Fall, der vielleicht auch Ihnen bekannt vorkommt. (Diese Beispiele werden regelmäßig durch uns ergänzt.)
Fall 1: Legionellen trotz korrekter Anwendung – die Ursache waren Totleitungen
Ein Zahnarzt aus Göttingen, der sich schon seit Jahren mit dem Thema „Desinfektion von Behandlungseinheiten“ beschäftigt, hatte nach Umstellung auf das Bottle-Care-System ein Problem mit Legionellen. Nach Einsatz von biostream® ZERO gemäß unserer Dosierempfehlung konnten keine Legionellen mehr nachgewiesen werden. Der Zahnarzt war sehr zufrieden und teilte uns dies auch kurzfristig mit. Nach einer Woche wurde jedoch eine Wiederverkeimung der Behandlungseinheit festgestellt und das Feedback des Zahnarztes war dementsprechend negativ. Die Wirksamkeit von biostream® ZERO zur Desinfektion von Behandlungseinheiten bei Zahnärzten wurde in Frage gestellt.
Da eine Neuverkeimung mit Legionellen innerhalb einer Woche nach Anwendung äußerst ungewöhnlich und bis dato nicht vorgekommen ist, war unsere Vermutung, dass es direkt in der Behandlungseinheit sogenannte Totleitungen geben müsste. Bei Totleitungen handelt es sich um Leitungsabschnitte, an deren Ende kein Abnahmegerät angeschlossen ist.
Der Zahnarzt kontaktierte daraufhin sein Dentaldepot und fragte, ob in seiner Dentaleinheit Totleitungen vorhanden seien. Die Antwort des Dental-Labors lautete: „Nein!“ Daraufhin forderte der Zahnarzt eine genaue Untersuchung seiner Einheit vor Ort an und vereinbarte, die Kosten selbst zu übernehmen, falls KEINE Totleitungen entdeckt würden – bei Nachweis von Totleitungen sollte das Dentaldepot die Kosten tragen. Das Dentaldepot war einverstanden und eine Komplettuntersuchung fand kurzfristig statt. Dabei stellte sich heraus, dass in der Dentaleinheit 2 × 30 cm Wasser-Leitungen vorhanden waren, die für den Betrieb einer zweiten Behandlungseinheit verbaut worden waren. Da der Zahnarzt jedoch keine zweite Behandlungseinheit benötigte, war diese nicht eingebaut worden – die 2 × 30 cm Wasser-Schläuche waren jedoch noch vorhanden.
Und genau diese Schläuche hatten dafür gesorgt, dass eine Desinfektion nicht funktionierte: Eine perfekte Desinfektion der Behandlungseinheiten kann nur funktionieren, wenn SÄMTLICHE trinkwasserführenden Leitungen mit Desinfektionsmittel benetzt werden können.
Bei Totleitungen ist eine Desinfektion nicht möglich! Warum? Bei Totleitungen kann ein Desinfektionsmittel nicht in den Wasserstrang gelangen. Es handelt sich um eine Sackgasse: Es gibt keine Strömung, die ein Desinfektionsmittel in diese Totleitung spülen kann. Aus diesem Grund konnte auch biostream® ZERO im beschriebenen Fall in den Totleitungen keine Legionellen bekämpfen.
Die Kosten für die Inspektion hat gemäß der Vereinbarung natürlich das Dentaldepot übernommen. Nach Entfernung der 2 × 30 cm Totleitungen konnten keine Legionellen mehr nachgewiesen werden.