Biofilme als Quelle für pathogene Keime

Hinter der Wasseruhr tritt das Wasser nunmehr in ein Leitungsnetz, z.B. einer Hausinstallation, in dem zumeist seit Erbauung dieses Netzes keinerlei Sanierungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Mikroorganismen in diesen Leitungssystemen werden normalerweise durch die Strömung des Wassers auch aus selbigen wieder ausgetragen, so dass es nur zu Kontaminationen in Stagnationswasser kommen sollte, die durch Ausspülen beseitigt werden könnten.


Biofilme als Quelle für pathogene Keime Das Problem: Der Biofilm

An diesem Punkt ist der Biofilm zu berücksichtigen, der ähnlich wie ein Anker die Mikroorganismen vor dem Ausspülen aus dem Leitungssystem bewahrt und ihnen einen „Strömungsschutz“ für die ungehinderte Vermehrung bietet. Der Biofilm leistet diese Aufgabe sowohl für nicht pathogene als auch für pathogene Keime.  
Zur Entstehung eines Biofilms bedarf es folgender Faktoren:

  1. einer wasserberührten Oberfläche
  2. ausreichend Wasser
  3. Mikroorganismen
  4. Nährstoffe

Die wasserberührte Oberfläche stellt das Kupferrohr, der Trinkwasserschlauch aber auch die Oberfläche von Getränkeautomaten, die mit dem Trinkwasser in unmittelbaren Kontakt kommen, dar. Die Nährstoffe sind in Form von Huminsäuren, Mikroorganismen und Abbauprodukten der Biofilme im Wasser vorhanden.

Die Bildung eines Biofilms selbst in neu verlegten und gereinigten Rohren vollzieht sich in sehr kurzer Zeit und kann in sechs Phasen eingeteilt werden. In unserem PDF-Dokument zum Thema Biofilm können Sie die einzelnen Schritte in detaillierten Abbildungen anschauen.  

 

Die Beseitigung des Biofilms

Bei den chemischen Methoden sind zum einen die proteolytischen zu nennen, die durch die Zersetzung von Proteinen durch starke Alkalien wirken (Einsatz von Natronlauge). Diese Behandlung eines Biofilms muss mit heißer Natronlauge erfolgen und ist sehr zeitaufwändig, da der gesamte Biofilm von der Oberfläche her aufgelöst werden muss.

Weiterhin gibt es organische Biozide, die lediglich an der Oberfläche der Biofilme wirken können und in diese nicht eindringen. Somit können sich die pathogenen Mikroorganismen, geschützt durch die EPS Matrix weiterhin vermehren und bei Loslösung eines solchen Partikels gem. Phase 5 (Erklärung siehe Infoblatt) in hohen Konzentrationen an den Menschen gelangen.

Die perfekte Lösung: biostream® ZERO + biostream® TRAVEL

 Als letztendlich verbleibendes zugelassenes Desinfektionsmittel laut TrinkwV 2001 ist hier der von uns eingesetzte Aktiv-Wirkstoff Chlordioxid zu nennen. Chlordioxid durchdringt den Biofilm ohne dabei mit Aminen, Zuckern und langkettigen Carbonsäuren (Bestandteilen der EPS) zu reagieren. Dadurch verbraucht es sich nur langsam im Biofilm und kann die Mikroorganismen abtöten. Es gelangt durch Diffusion bis an den conditioning film und kann dort durch die Reaktion mit Schwefelverbindungen (z.b. Proteine) die chemische Ablösung des gesamten Biofilms bewirken, der anschließend ausgespült wird.

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